
Sprachen auch über die Zukunft Europas: Finnlands Außenminister Alexander Stubb und Mittelfrankens CSU-Europaabgeordneter Martin Kastler
Fränkischer CSU-Europaabgeordneter trifft Finnlands Außenminister zum persönlichen Gespräch in Turku / “Volksabstimmung rückt näher”
NÜRNBERG/TURKU. “Die Einführung von Euro-Bonds ist keine Antwort auf die aktuelle Krise in Europa” – mit diesen klaren Worten stellte sich der finnische Außenminister Alexander Stubb im Plenum der EVP-Studientage im finnischen Turku hinter die Position der deutschen Bundeskanzlerin. Mittelfrankens CSU-Europaabgeordneter Martin Kastler, dem ehemaligen Europaabgeordneten Stubb freundschaftlich verbunden und mit ihm in der Jungen Gruppe der EVP, dankte ihm im persönlichen Gespräch am Rande der Fraktionstagung (Foto) für seine klaren Worte: “Viele der jungen Kollegen innerhalb der EVP-Fraktion teilen diese Meinung. Wir müssen die Ursachen der Krise an der Wurzel packen! Eurobonds machen das Gegenteil, sie belohnen die Schuldenmacherei – und bestrafen die, die hart arbeiten, um die Stabilitätskriterien einzuhalten. Klar ist: Wir müssen Europa anders und besser machen.” Kastler, der die Position von CSU-Chef Horst Seehofer seit langem unterstützt, sieht in Merkels klar formulierter Position deshalb “einen zutiefst europäischen Ansatz”, den es bei den am Freitag beginnenden Ratsverhandlungen in Brüssel zu vertreten gelte: “Und es tut gut, wenn uns Länder wie Finnland dabei den Rücken stärken. Auf die Unterstützung des finnischen Außenministers kann die Kanzlerin jedenfalls vertrauen.” Darüber hinaus bleibe er überzeugt, “dass ein Volksentscheid über die zentralen europäische Themen näher rückt – allein deshalb, weil Artikel 146 unseres Grundgesetzes genau das vorsieht und das Bundesverfassungsgericht zu Recht darauf drängt, wenn Kernkompetenzen daraus übertragen werden.”








