Martin Kastler
Aktuelle Nachrichten

Kastler fordert Leutheusser-Schnarrenberg zu klarer Aussage in Papst-Streit auf

11. Mai 2009

Kastler fordert bayerische FDP-Spitze zu klarer Aussage im Papst-Streit auf

Im Streit über die geplante Verurteilung des Papstes durch die deutsche FDP-Gruppe im Europäischen Parlament fordert der Nürnberger CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler, die bayerische FDP-Vorsitzende Leutheusser-Schnarrenberg zu einer klaren Positionierung auf.

Leutheusser-Schnarrenberg: Papst Menschenrechtsverletzer oder nicht?

„Nach den unklaren Erklärungen von Graf Lambsdorf bedarf es jetzt klarer Aussagen. Frau Leutheusser-Schnarrenberg muss sagen, ob sie und die bayerische FDP den Papst auch gemeinsam mit Kriegsverbrechern und Diktatoren als Menschenrechtsverletzer bezeichnen will. Die deutsche FDP hat das durch ihr Stimmverhalten im Europäischen Parlament getan“, so Kastler.

Hintergrund der Kontroverse ist die von der liberalen Fraktion geplante Verurteilung des katholischen Kirchenoberhaupts für seine Aussagen zur HIV/Aids-Bekämpfung. Der entsprechende Antrag war vor allem durch den Einsatz der CDU und CSU abgelehnt worden. Die Kritik Kastlers bezeichnete Graf Lambsdorf daraufhin als „schlechten Scherz“.

Papst-Verunglimpfung kein “schlechter Scherz”

Der CSU-Politiker erklärt dazu: „Eine Verunglimpfung unseres Papstes halte ich schon für kritikwürdig. Dass dies als schlechter Scherz abgetan wird, zeigt mir, dass der FDP nichts mehr heilig ist.“ Kastler wolle sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Meinungsfreiheit und Toleranz für alle gelte, auch für die Religionsgemeinschaften und Kirchen in Europa. „Die Menschen in Bayern sollten wissen dürfen, ob Frau Leutheusser-Schnarrenberg die papstfeindliche Haltung ihres NRW-Kollegen Graf Lambsdorf teilt oder nicht“, so Kastler abschließend.

Martin Kastler