Martin Kastler
Aktuelle Nachrichten

Außenminister Westerwelle beruft Kastler in den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

14. März 2012

Ernennung in Verwaltungsrat / Neues Amt mit “großer Verantwortung”

NÜRNBERG/PRAG. Martin Kastler ist neues Mitglied im Verwaltungsrat des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds. Außenminister Dr. Guido Westerwelle (FDP) hat den 37jährigen CSU-Europaabgeordneten aus Mittelfranken in das paritätisch besetzte Spitzengremium berufen. Kastler, der auch Bundesvorsitzender der katholischen Ackermann-Gemeinde ist, sieht in seiner neuen Aufgabe, “eine hohe Anerkennung, verbunden mit großer Verantwortung und zu Recht hohen Erwartungen an die Förderung des deutsch-tschechischen Dialogs.”

Kastler freut sich auf die neue Aufgabe: “Versöhnung, Dialog und gelebte Nachbarschaft sind seit langem Schwerpunkt meiner politischen und ehrenamtlichen Arbeit. Die Berufung in den Verwaltungsrat des Zukunftsfonds empfinde ich auch als Anerkennung meines Engagements.”

Gegründet wurde der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds im Dezember 1997 als konkretes Ergebnis der sogenannten “Deutsch-Tschechischen Erklärung” vom 21. Januar 1997. Sitz des Stiftungsfonds ist in Prag. Auftrag des Zukunftsfonds, so Kastler, “ist es, auf vielfältige Weise die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern, die Zahl der beidseitigen Begegnungen weiter zu erhöhen und die Vielfalt der Zusammenarbeit durch Unterstützung kreativer Projekte zu erweitern.

Der Verwaltungsrat entscheidet dabei unabhängig über die Förderprojekte des mit über 100 Millionen Euro ausgestatteten Stiftungsfonds. Der Verwaltungsrat kommt vier Mal im Jahr zusammen. Die vier deutschen und vier tschechischen Mitglieder werden für jeweils zwei Jahre ernannt. Ihre Mitgliedschaft ist ehrenamtlich und unentgeltlich.

Brüssel zündelt bei der Freiwilligen Feuerwehr!

5. März 2012

Gemeinsam für das Ehrenamt der Feuerwehr: Holger Heller, stv. Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes und der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (von links).

Gemeinsam für das Ehrenamt der Feuerwehr: Holger Heller, stv. Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes und der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (von links).

MdEP Kastler und Feuerwehrverband warnen vor Folgen der EU-Arbeitszeitrichtlinie

SCHWABACH/BRÜSSEL. Stell Dir vor, es brennt und keiner löscht? Dieses Szenario sollte es nie geben – in Bayern verhindern das rund 330.000 Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehren. Unter ihnen wächst die Sorge vor einer Novellierung der Arbeitszeitrichtlinie aus Brüssel. Nicht unbegründet, sagt der mittelfränkische CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler: “Es gibt Bestrebungen – vor allem von Seiten der Gewerkschaften und der EU-Kommission – die Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche zu begrenzen. Das hieße für viele: Aus fürs Ehrenamt.” Warum – darüber informierten Kastler und Holger Heller, stv. Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Mittelfranken bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Feuerwache Schwabach.

Der sozialpolitische Sprecher der CSU im Europaparlament ist ebenso wie viele Freiwilligen Feuerwehren alarmiert. Grund ist, wie bei so manchem Brand, eine Unachtsamkeit, mit schweren Folgen. Die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie will die Wochenarbeitszeit in ganz Europa auf 48 Stunden begrenzen. Leider unterscheidet dabei die Arbeitszeitrichtlinie bislang nicht klar zwischen Arbeitnehmer und Ehrenamtler.

Nur eine Schlamperei, ein verhängnisvoller Fehler – oder gar Absicht? Denn an anderer Stelle, nämlich in Artikel 2 der arbeitsschutzrechtlichen Rahmenrichtlinie 89/391/EWG heißt es klar, Arbeitnehmer seien Beschäftigte eine Arbeitgebers auch in “Kultur- und Freizeittätigkeiten”. Wenn hier nicht schnell Abhilfe geschaffen wird, dann gelten künftig alle Ehrenämter als reguläre Arbeitszeit. “Verheerend”, findet Kastler. Denn das macht das Ehrenamt kaputt. Was viele als Ausgleich zur Arbeit empfinden, könnte also schon bald verboten sein, wenn die 48 Stunden überschritten werden: “Im schlimmsten Fall kann der Handwerker abends kein Fußballtraining mehr geben, der Rettungssanitäter nicht mehr am Wochenende auf der Laienbühne stehen und der Kaufmann nicht an der nächsten Feuerwehrübung teilnehmen. Das ist absurd.”

Gerade die Freiwilligen Feuerwehren wären besonders betroffen. Hier kommen schnell etliche Stunden zusammen. “Ein Großbrand, Hochwasser oder ausgedehnte Übungen”, so Kastler, “für ein Mitglied der Feuerwehr bedeutet das schnell acht bis zwölf Stunden Einsatz.” Zwar gibt es solche ausgeprägte Freiwillige Feuerwehren nur in Deutschland und Österreich, anderswo sind es hauptsächlich Berufsfeuerwehren. Aber das ist auch gerade der Vorteil hierzulande. Der Brandschutz in ländlichen Regionen sei ohne das Ehrenamt nicht denkbar: “Dass heute in fast jedem Dorf, jeder abgelegenen Straße schnelle Hilfe bei Unfällen oder Bränden geleistet wird, ist Verdienst des flächendeckenden Netzes Freiwilliger Feuerwehren.” Deren Aktive, da ist sich Bezirkschef Heller sicher, “sind Idealisten – wir packen an, wo’s Hilfe braucht. Den rechtlichen Rahmen dafür aber muss die Politik schaffen!”

Vor Feuer muss man rechtzeitig warnen, vor Fehlentwicklungen auch, findet Kastler und hat deswegen einen Brandbrief an DGB-Chef Michael Sommer und Arbeitgeber-Päsident Dieter Hundt geschrieben. Die beiden Deutschen verhandeln derzeit in Brüssel mit über die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie. Kastlers Bitte an Hundt und Sommer: “Setzen Sie sich dafür ein, dass ehrenamtliche Tätigkeit keine Arbeitszeit wird!” Die EU sollte hier nicht mit dem Feuer spielen, sondern stattdessen das Ehrenamt schützen, fordert der Europaabgeordnete für Mittelfranken.

EU-Richtlinie Magnetfelder: Zeitgewinn für Kernspintomographie

1. März 2012

Aufschub nur zweitbeste Lösung / Rat blockiert Einigung im Sinne der Patienten / Dauerhafte Lösung dringend erforderlich

Die Anwendung der EU-Richtlinie zum Schutz der Arbeitnehmer vor magnetischen Feldern bleibt weiter ausgesetzt. Der Beschäftigungsausschuss des Europaparlaments hat heute einer erneuten Verlängerung der Umsetzungsfrist zugestimmt. 2008 wurde die Umsetzungsfrist der ursprünglichen Richtlinie von 2004 schon einmal verlängert, da durch die in der Richtlinie genannten Grenzwerte der Einsatz von MRT-Anwendungen (Kernspintomographie) in Europa deutlich erschwert worden wäre. In der Zwischenzeit hätte die Richtlinie zum problemlosen Einsatz dieser wichtigen medizinischen Anwendung überarbeitet werden können, was bisher aber am Widerstand der Mitgliedsstaaten gescheitert ist.

“Die heutige Entscheidung war sinnvoll und notwendig, aber nur die zweitbeste Lösung. Die Europäische Kommission hatte bereits im vergangenen Jahr einen neuen Richtlinienvorschlag vorgelegt, der weitgehende Ausnahmereglungen für medizinisches Personal und damit den MRT-Einsatz vorsieht. Dieser Vorschlag fand bei Patienten- und Dachverbänden und im Europaparlament breite Unterstützung. Ohne die Blockade der Mitgliedsstaaten bräuchten wir keine erneute Fristverlängerung, sondern hätten bereits eine neue Richtlinie verabschiedet”, sagten die Europaabgeordneten Peter Liese (CDU), Horst Schnellhardt (CDU) und Martin Kastler (CSU).

Ohne Ausnahme für MRT-Anwendungen würde der Einsatz im medizinischen Alltag deutlich erschwert und die Patienten könnten nicht mehr problemlos untersucht und behandelt werden. Die Technik ist aber unverzichtbar, um zum Beispiel Patienten, die an Krebs oder Erkrankungen des Gehirns leiden, zu diagnostizieren und besser zu therapieren. Die Mitgliedsstaaten versündigen durch ihre Blockade an der Gesundheit der Patienten “, so die Unionsabgeordneten.

“Im überarbeiteten Vorschlag ist sichergestellt, dass medizinische Personal keiner noch so theoretischen Gefahr ausgesetzt ist. Diese Einsicht sollte sich nun langsam auch im Ministerrat durchsetzen, so Liese, Schnellhardt und Kastler.

Verdienst um deutsch-tschechische Versöhnung: EVP-Europamedaille für Adolf Ullmann

28. Februar 2012

MdEP Martin Kastler (links) übergibt die Europamedaille an Adolf Ullmann (mitte), MdEP Dr. Anja Weisgerber gratuliert.

MdEP Martin Kastler (links) übergibt die Europamedaille an Adolf Ullmann (mitte), MdEP Dr. Anja Weisgerber gratuliert.

MdEP Martin Kastler ehrt langjährigen Vorsitzenden der katholischen Ackermann-Gemeinde

WÜRZBURG. Auf Vorschlag des mittelfränkischen CSU-Europaabgeordneten Martin Kastler wurde Adolf Ullmann, langjährigem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat Höchberg und dem früheren Bundesvorsitzenden der deutsch-tschechischen Ackermann-Gemeinde, die Europamedaille der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament verliehen. Kastler, der sein direkter Nachfolger als Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde ist, lobte im Rahmen einer Feierstunde im Würzburger Schönstattheim Ullmanns Einsatz als “überzeugter Europäer, der den Europagedanken lebt und aus seiner christlichen Überzeugung heraus Brücken gebaut hat.”

Dem Wirken Ullmanns sei es zu verdanken, dass “es bis heute viele deutsch-tschechische kommunale und kirchliche Partnerschaften gebe, die Ullmann als Chorleiter, Kommunalpolitiker und “Ackermann” initiiert und mit Leben gefüllt hat”, so Kastler in seiner Laudatio. Musterbeispiel sei die Schulpartnerschaft zwischen Zellingen und Märisch-Schönberg/Šumperk, die Ullmann auch nach seinem Ausscheiden als dem Schuldienst mit großem persönlichem Engagement weitergeführt habe – bis heute. ”

Weitere Gratulantin aus dem Europäischen Parlament war die unterfränkische CSU-Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber. Die Glückwünsche der Diözese Würzburg überbrachte Domkapitular em. Monsignore Hans Herderich. Er schätze das Werk Ullmanns und der Ackermann-Gemeinde, die Seelsorge aus dem Versöhnungsgedanken heraus lebten. Ullmann zeigte sich gerührt: „Diese Auszeichnung ermutigt mich, weiter für Austausch und Begegnung tätig zu sein.“ Aber es treibe ihn auch eine ernste Sorge, dass in Europa der Nationalismus in der aktuellen Krise wieder stärker werde und die europäische Idee gefährde.

Foto: MdEP Martin Kastler (links) übergibt die Europamedaille an Adolf Ullmann (mitte), MdEP Dr. Anja Weisgerber gratuliert.

Hintergrund – Vita: Adolf Ullmann wurde 1942 in Neudek/Nejdek im Erzgebirge in der heutigen Tschechischen Republik geboren. Im Winter 1945/46 flüchtete er mit seiner Familie nach Riedenburg. Nach dem Abitur in Haßfurt studierte Ullmann an der Pädagogischen Hochschule in Würzburg und unterrichtete anschließend als Lehrer an verschiedenen Standorten in Unterfranken. Neben seinem Beruf engagierte sich Ullmann stark in der Verbandsarbeit. Im Februar 1974 übernahm er von Alfred Salomon das Amt des Diözesanvorsitzenden in der Ackermann-Gemeinde Würzburg, das er bis Februar 2008 bekleidete. Seit 1991 gehörte er zusätzlich dem Bundesvorstand der Ackermann-Gemeinde an. Im November 2004 wurde er zum Bundesvorsitzenden gewählt. Das Amt gab er im März 2010 vorzeitig ab, um einem Jüngeren Platz zu machen. Heute arbeitet Ullmann weiter im Diözesanvorstand Würzburg und im Bundesvorstand mit. Seit 2011 bekleidet er zudem das Amt des Vorsitzenden des „Institutum Bohemicum“ der Ackermann-Gemeinde.

Seit 1972 gehört Ullmann dem Sachausschuss „Nachbarschaft-Partnerschaft-Integration“ des Diözesanrates an und ist seit 1974 Mitglied im Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg. Sein Anliegen war es damals wie heute, den Osten und Südosten Europas nicht aus dem Blick zu verlieren. Schon früh hat er die Integration der Spätaussiedler in Staat und Kirche gefordert, wie er heute auf die Notwendigkeit der Integration der Migranten allgemein hinweist. Hier mahnt er die Beratung durch die Wohlfahrtsorganisationen an.

Für seine Verdienste wurde Ullmann neben der Europamedaille bereits vom Staat mit dem Bundesverdienstkreuz, vom Bistum Würzburg mit der Liborius-Wagner-Medaille und vom Papst mit dem Orden „Pro ecclesia et pontifice“ ausgezeichnet.

Kastler auf Einladung des tschechischen Außenministers bei Kardinalsweihe in Rom

27. Februar 2012

Martin Kastler MdEP gratuliert dem neuen Kardinal Dominik Duka

Martin Kastler MdEP gratuliert dem neuen Kardinal Dominik Duka

ROM/SCHWABACH. “Du wirst einmal Präsident und Du ein Kardinal” – so soll es ein Mitgefangener der politischen Häftlinge Dominik Duka und Vacláv Havel Ende der 70er Jahre gesagt haben. 1989 war Havel Präsident, vergangenen Samstag hat Papst Benedikt XVI. Duka zum Kardinal berufen – und mit ihm 21 weitere Neumitglieder des kirchlichen Senats. Mit dabei war der CSU Europaabgeordnete Martin Kastler aus Schwabach. Er folgte der Einladung des tschechischen Außenministers Karl zu Schwarzenberg. Kastler, Bundesvorsitzender der katholischen Ackermann-Gemeinde gratulierte Duka, der selbst Mitglied des deutsch-tschechischen Verbandes ist, und dankte ihm für “seinen unermüdlichen Einsatz zur Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen.” Ebenfalls beglückwünschen durfte Kastler den neuen deutschen Kardinal und Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, dem der mittelfränkische Europaabgeordnete im Rahmen des Empfangs in der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl begegnete.

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