Martin Kastler
Aktuelle Nachrichten

Kastler: Gute Pflege braucht Herz, kein Abitur!

18. Januar 2012

CSA-Europapolitiker gegen 12-Jahres-Vorgabe bei Kranken- und Pflegeberufen

STRASSBURG. Als kontraproduktiv bezeichnet Martin Kastler, Sozialpolitischer Sprecher der CSU im Europäischen Parlament, Pläne der EU-Kommission, in der Berufsqualifikationsrichtlinie (KOM 2011/883) bei Kranken- und Pflegeberufen künftig eine 12jährige Ausbildungszeit vorzuschreiben: “Pflegebedürftige brauchen gute Fachkräfte mit Herz – und kein Abitur am Krankenbett.” Deutschlands zehnjähriges Ausbildungssystem garantiere ein hohes Niveau – “die Pläne der EU-Kommission greifen ins Leere, sie verschlimmern den bestehenden Pflegenotstand nur noch weiter”.

Dabei, so Kastler am Rand der heutigen Plenartagung in Straßburg, setze die Revision der Berufsqualifikationsrichtlinie in vielen Bereichen die richtigen Weichen: “Europas Arbeitsmarkt braucht einen Binnenmarkt der Berufsqualifikationen.” Gerade Deutschland könne so leichter auf die Herausforderungen des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung reagieren.

Ziel der gegenseitigen Anerkennung müsse es aber sein, “verlässliche Kriterien der Vergleichbarkeit zu finden.” Der Ansatz der Ausbildungsdauer sei dabei vollkommen unzureichend: “In einem guten Ausbildungssystem können sie in zehn Jahren mehr lehren als andere in zwölf oder 14 Jahren”, so der mittelfränkische CSU-Europaabgeordnete. Gerade im Bereich der Pflege und der Betreuung setze Deutschland Maßstäbe für ganz Europa. “Soziale Unternehmen – wie Caritas, AWO oder die in Mittelfranken beheimatete Diakonie Neuendettelsau genießen nicht umsonst einen europaweit exzellenten Ruf.”

Als guten Ansatz in der Richtlinie bezeichnet Kastler die Schaffung eines europäischen Berufspasses. Ergänzend zu den nationalen Systemen “sorgt er für eine bessere Lesbarkeit der beruflichen Erfahrung und kürzere Wartezeiten in der Berufsanerkennung.” Auch hier habe Deutschland mit der bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken angesiedelten, zentralen Berufsanerkennungsstelle bereits die Voraussetzungen geschaffen, um “Arbeitssuchenden den Weg zu weisen. Nürnberg ist Deutschlands Portal für qualifizierte Fachkräfte aus ganz Europa.”

In den kommenden Monaten beraten Europäisches Parlament und Europäischer Rat den Vorschlag der Kommission. Als Mitglied des federführenden Ausschusses für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten nimmt Kastler das Problem der Kranken- und Pflegekräfte in den Fokus: “Ich will eine praktikable Lösung, die uns hilft, den Pflegenotstand zu bekämpfen.”

Kastlers Vorschlag beim vbw-Kongress: Ausbildungsregion Donau-Moldau

19. Dezember 2011

“Fachkräftemangel fordert neue Perspektiven” / EMN prädestiniert für Führungsrolle

NÜRNBERG. “Der Fachkräftemangel kennt keine Grenzen” – mit diesen Worten hat der mittelfränkische CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler heute im Rahmen eines Kongresses der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Nürnberg Initiativen für eine “Europäische Ausbildungsregion Donau-Moldau” gefordert. Ziel müsse es sein, einen gemeinsamen Markt junger Fachkräfte zu schaffen und Berufsanfänger gemeinsam zu werben.

Anlass für Kastlers Vorschlag einer “Europäischen Ausbildungsregion Donau-Moldau” war ein Kongress der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zum Thema “Arbeitnehmerfreizügigkeit 2011 – Chancen eines europäischen Arbeitsmarktes als Baustein zur Fachkräftesicherung”. Seit Mai 2011 gilt auch für Arbeitnehmer aus EU-Beitrittsstaaten wie Polen oder Tschechien das Grundrecht der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit. Die Erfahrungen, so Kastler, hätten gezeigt, “dass die Situation viel zu lange als Problem gebrandmarkt wurde”. Der teils prophezeite Ansturm ausländischer Arbeitnehmer sei vollends ausgeblieben. “Die rund 40.000 seit Mai dieses Jahres zugewanderten Arbeitnehmer aus Mittel- und Osteruropa reichen längst nicht aus, um den Bedarf an Fachkräften zu decken.”

Für die Europäische Metropolregion Nürnberg sowie ganz Bayern biete sich die Gelegenheit, “den einst getrennten Arbeitsmarkt im Donau-Moldau-Raum als eine Einheit zu verstehen”. Zwar, so der Sozialpolitische Sprecher der CSU im Europäischen Parlament, gäbe es noch große Herausforderungen – angefangen bei der Anerkennung der Abschlüsse, der Interoptionalität der Ausbildungssysteme und nicht der Sprache.

“Das alles sollte uns aber eher anspornen, das Pilotprojekt einer Europäischen Ausbildungsregion Donau-Moldau im bayerisch-böhmischen Raum zu versuchen.” Die von der EU angestoßene Donaustrategie könne hierfür ein ideales Umfeld bieten, der Europäische Sozialfonds die nötige Unterstützung. Die Metropolregion Nürnberg sei – durch ihre Partnerschaft zu Prag – “prädestiniert für eine führende Rolle in diesem Projekt.”

MdEP Kastler zum Tode von Václav Havel

19. Dezember 2011

NÜRNBERG/PRAG. “Ganz Europa hat einen Stern verloren. Ein großartiger Mensch, bedeutender Humanist und großer Europäer ist von uns gegangen”, so der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler zum Tode Václav Havels. “Havel war einer der Impulsgeber der europäischen Einheit. Er stand bis zuletzt ein für Frieden, Freiheit und Menschenrechte weltweit. Er gab einer ganzen Generation Hoffnung im Umbruch. Die Menschlichkeit seiner Politik hat ihn weltbekannt gemacht.”, so Kastler, der auch Bundesvorsitzender der deutsch-tschechischen Ackermanngemeinde ist: “Europa wird seine zu Werten mahnende Stimme gerade in diesen Zeiten schmerzlich vermissen.”

“Václav Havel ist tot. Ein großartiger Mensch ist verstorben – er bleibt mir in bester Erinnerung. Nie werde ich ihn und die Begegnungen mit ihm vergessen. Ich bin sehr traurig – gleichzeitig aber auch dankbar, einst für ihn gearbeitet und ihn in persönlichen Begegnungen kennengelernt zu haben”, so Kastler, der nach seinem Studium an der Prager Karls-Universität 1996 in der außenpolitischen Abteilung in Havels tätig war.

Immer habe der Intellektuelle Havel Brücken gebaut – auch zwischen Staat und Kirche. “Unvergessen bleibt mir die persönliche Begegnung mit Papst Johannes Paul II. und Havel in den Räumen der Präsidentenkanzlei in Prag.” Havels Begrüßung damals: “Ich weiß zwar nicht, was ein Wunder ist. Trotzdem wage ich zu sagen, dass ich in diesem Augenblick ein Wunder erlebe: ein Mann, der noch vor kurzem als Feind seines Staates verhaftet wurde, begrüßt heute als dessen Präsident den ersten Papst in der Geschichte der katholischen Kirche, der den Boden betrat, auf dem dieser Staat liegt.“

“Heute trauern Menschen in der Tschechischen Republik, in Deutschland und ganz Europa gemeinsam um einen großen Staatsmann, der immer Bürgerrechtler blieb. Havel stand ein für seine Überzeugungen – selbst, als er als Dissident über Jahre im Gefängnis war. Er hat wie kein anderer die samtene Revolution in der damaligen Tschechoslowakei vorangetrieben und den friedvollen Verlauf durch sein Charisma persönlich geprägt. Von Anfang an war er für die Aussöhnung zwischen Tschechen und Deutschen – und vielen Mitgliedern der Ackermann-Gemeinde darin ein leuchtendes Beispiel.” Der Vordenker Havel sei auch “ein Querdenker” gewesen. Das habe er auch bei der mutigen Unterzeichnung des – teils schwer umstrittenen – deutsch-tschechoslowakischen Nachbarschaftsabkommens 1992 bewiesen.

“Der Karlspreisträger Václav Havel war und bleibt Vorbild und Hoffnungsträger – nicht nur für die junge Generation. Er ist zweifellos einer der Väter des in Freiheit, Frieden und Demokratie wiedervereinten Europas. Sein unerschrockener, friedvoller Widerstand gab tausenden Menschen den Mut, selbst aufzustehen für die Freiheit. Havel war über die Grenzen hinweg ein Wegbereiter der friedlichen Revolutionen von 1989. Er war bis zuletzt eine Stimme, die uns an die Notwendigkeit erinnerte, zu unseren Werten zu stehen, sie zu leben. Diese Stimme werden wir in Europa gerade jetzt schmerzlich vermissen.”, so Kastler. “Für uns in der Ackermann-Gemeinde bleibt Havels Vermächtnis als Auftrag, weiter als Brückenbauer in Europa aktiv mitzuwirken.”

Weihnachtsgeschenk: Weniger Bürokratie für kleine Unternehmen

16. Dezember 2011

Barrierefreie Wirtschaft: MdEP Kastler begrüßt EP-Beschluss zu abgespeckter Berichtspflicht

STRASSBURG. Freude beim mittelfränkischen CSU-Europaabgeordneten Martin Kastler: Deutlich weniger Aufwand bei den Bilanzierunsregeln – mit diesem “gesetzlichen Weihnachtsgeschenk” überrascht das Europäische Parlament diese Woche Kleinbetriebe bis 10 Mitarbeitern und weniger als 700.000 Euro Bilanzsumme. Die Straßburger Entscheidung passe gut ins Konzept einer “barrierefreien Wirtschaft”, das Martin Kastler erst vor wenigen Wochen gemeinsam mit IHK-Präsident Dirk von Vopelius für die Europäische Metropolregion Nürnberg in Brüssel vorgestellt hatte.

Diese Woche nun stimmte Kastler mit einer großen Mehrheit im Europäischen Parlament für die Novellierung der “EU-Richtlinie über den Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen hinsichtlich Kleinstbetrieben” (COD 2009/0035) im Straßburger Plenum. Diese sieht umfassende Erleichterungen bei der Erstellung der Jahresbilanz vor. So müssen etwa auch Handwerks- oder Metzgereibetriebe in Mittelfranken künftig nur noch eine verkürzte Bilanz beim Unternehmensregister einreichen, die zudem nicht veröffentlicht wird.

Die neuen Regelungen gelten für Kleinbetriebe bis 10 Mitarbeitern und nicht mehr als 700.000 Euro Jahresumsatz bzw. 350.000 Euro Bilanzsumme. Das Parlament, so Kastler, hätte diese Pflicht “am liebsten ganz abgeschafft”, sei damit aber im Trilog an der Blockadehaltung einzelner Mitgliedsstaaten gescheitert. “Es war trotzdem ein Erfolg für das Parlament als Stimme der Bürger und des Mittelstandes in Europa”. Nun liege es an der Bundesregierung, die Richtlinie zügig umzusetzen. EU-Kommission und Parlament zögen zudem an einem Strang, “wenn es darum geht, noch weitere Erleichterungen umzusetzen, die uns die Entbürokratisierungskommission unter der Leitung von Dr. edmund Stoiber vorgeschlagen hat. Da haben wir uns für 2012 noch viel vorgenommen.”

Kastler sieht darin auch einen konkreten Beitrag zu dem mit IHK-Präsident von Vopelius erdachten Konzept einer “barrierefreien Wirtschaft”, das die beiden anlässlich einer IHK-Präsidiumssitzung in Brüssel vorgestellt hatten. Durch “entsprechende Maßnahmen auf allen politischen Ebenen solle so der Wirtschafts-, Forschungs und Arbeitsraum in der Metropolregion Nürnberg gestärkt werden.”

Europäische Bescherung schon vor Heilig Abend

12. Dezember 2011

MdEP Martin Kastler (Mitte) übergibt die Weihnachtsspende an die Leiterin des Schwabacher Kinderhauses, Sonja Schmidler (links) und Stadtpfarrer Domkapitular Alois Ehrl (rechts).

MdEP Martin Kastler (Mitte) übergibt die Weihnachtsspende an die Leiterin des Schwabacher Kinderhauses, Sonja Schmidler (links) und Stadtpfarrer Domkapitular Alois Ehrl (rechts).

Da gab es leuchtende Augen im Schwabacher Kinderhaus St. Sebald und St. Stilla: Jahr für Jahr überrascht der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (Foto Mitte) vor Weihnachten eine soziale Einrichtung in Mittelfranken mit einer Spende. Diesmal waren es die Schwabacher Kinder – und für sie gab es passend “europäisches” Spielzeug – vom Kuschelbären über Kartenspiele bis hin zu Malbüchern und Stiften war alles dabei im Überraschungspaket Kastlers. Freude über die vorgezogene Bescherung herrschte nicht nur bei den Kindern – auch die Leiterin des Kinderhauses, Sonja Schmidler (links) und Stadtpfarrer Domkapitular Alois Ehrl (rechts) sagten Danke. Kastler Wunsch für die Kinder: “Eine Zukunft in einem friedlichen, freien, demokratischen und sozialen Europa.”

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