Aktuelle Nachrichten
Weltgenusserbe Bayern: Eine ausgezeichnete Marketingidee
2. September 2010
BRÜSSEL – In der Bayerischen Vertretung in Brüssel haben der Bayerische Gesundheitsminister Dr. Markus Söder (CSU) und sein Kollege im Landwirtschaftsministerium Helmut Brunner (CSU) die Kampagne “Weltgenusserbe Bayern” vorgestellt.
Das Projekt ist als bundesweit einziges Absatzförderungsprogramm von der EU-Kommission genehmigt worden und wird in den kommenden drei Jahren mit 550.000 Euro gefördert. Damit sollen die fünf herkunftsgeschützten Produkte wie der Allgäuer Emmentaler, der Allgäuer Bergkäse, Bayerisches Bier, Bayerischer Meerrettich und die Nürnberger Bratwürste besser vermarktet werden. Mit den EU-Qualitätszeichen “geschützte Ursprungsbezeichnung” und “geschützte geografische Angaben” sollen Verbraucher verstärkt auf regionale Spezialitäten aufmerksam gemacht werden.
„Super, dass wichtige Fördergelder nach Bayern und Franken gehen. Damit können wir gezielt unsere einzigartigen Spezialitäten wie die Nürnberger Bratwurst und unseren Meerrettich bewerben“, freut sich der mittelfränkische CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler am Rande der Veranstaltung in Brüssel.
Gleichzeitig kritisiert er die bayerische SPD, die sich darüber mokiert hat, dass der fränkische Meerrettich in der weltweiten Werbung als bayerischer Meerrettich bezeichnet wird. „Daran sieht man wie kleinkariert die bayerische SPD denkt. Komischerweise hat sich die Bayern-SPD noch nicht in eine Bayern- und Franken-SPD gespalten. Warum wohl?“, fragt Kastler.
Die Linke sollte ihre explosiven Altlasten entsorgen
30. August 2010
Kastler unterstützt erneute Minenräumaktion im ehemaligen innerdeutschen Grenzbereich
NÜRNBERG/BRÜSSEL – 20 Jahre nach dem Fall der Mauer finden sich in Deutschland erneut gefährliche Hinterlassenschaften. Am 1400 Kilometer langen Grenzstreifen von der Lübecker Bucht bis zur damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenze bei Hof wurden von 1961 bis 1985 über 1,3 Millionen Tretminen verlegt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Minenfelder geräumt, die auch an der innerdeutschen Grenze der fränkischen Landkreise Kronach, Coburg und Haßberge angelegt worden waren – leider nicht vollständig. Eine, der rund 33.000 nicht wiedergefundenen Minen, wurde vor kurzem von einer Pilzsammlerin entdeckt – nur durch Zufall ist nichts passiert. Der explosive Fund lag etwa 20 Meter neben dem sogenannten Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
“Der Einsatz von Landminen war ein barbarischer Akt des DDR-Unrechtsregimes, daher sollte die SED-Nachfolgepartei Die Linke für die Kosten einer erneuten Minensuchaktion aufkommen. Es geht schließlich um die Sicherheit mitten in Deutschland. Die Linke, die sonst in Schaufensteranträgen die Ächtung von Landminen unterstützt, kann jetzt in Deutschland ihre eigenen explosiven Altlasten wegräumen helfen”, so der CSU-Europapolitiker.
Kastler unterstützt die Initiative der Bürgermeister in den betroffenen Gemeinden, eine erneute Minensuchaktion zu starten.
„Solidarność öffnete ersten großen Spalt im Eisernen Vorhang“
18. August 2010
Kastler gratuliert der polnischen Gewerkschaftsbewegung zum Jubiläum
Nürnberg – „Vor 30 Jahren blickte die Welt auf die Danziger Werft. Hier rang Polen um seine Rechte und um seine Freiheit. Solidarność wurde zum Symbol dieses Ringens und zum weltweiten Symbol der Freiheit“, erinnert der mittelfränkische Europaabgeordnete Martin Kastler.
Am 17. August 1980 stellten Streikende der damaligen Lenin-Werft unter der Führung des Elektrikers und späteren Staatspräsidenten Lech Wałęsa 21 Forderungen an das kommunistische Regime. Neben politischen und sozialen Anliegen bestand die zentrale Forderung in der Zulassung von unabhängigen Gewerkschaften. Nach 17 friedlichen Streiktagen und zähen Verhandlungen mit der kommunistischen Staatspartei, akzeptierte diese die meisten Forderungen und die Gründung der ersten unabhängigen Gewerkschaft Solidarność.
Dieser friedliche Verlauf des Aufstandes setzte ganz Westeuropa in ungläubiges Erstaunen. Die mutigen Arbeiter der Lenin-Werft trotzten einer übermächtigen Staatsregierung Zugeständnisse ab, die bis dahin im Kommunismus als unerhört und unrealisierbar galten“, so Kastler in Bewunderung.
Für Kastler, der sich als Bundesvorsitzender der deutsch-tschechischen Ackermann-Gemeinde für Frieden und Versöhnung in der Mitte Europas engagiert, ist es wichtig an diejenigen zu erinnern, die den Weg zu einem geeinten Europa geebnet haben. „Mit diesem ersten erfolgreichen Aufstand gegen eine Ostblock-Diktatur sind die polnischen Werftarbeiter wahre Helden und mit der Gründung der Solidarność wurde ein erster großer Spalt im Eisernen Vorhang geöffnet,“ so der CSU-Abgeordnete.
Für die friedlichen Entwicklungen in Polen spielte nicht zuletzt die starke Bindung an den Katholizismus und die Wahl von Kardinal Karol Wojtyla zum Papst Mitte Oktober 1978 eine gewichtige Rolle. Innerhalb weniger Monate führte die Wahl des polnischen Papstes zur Herausbildung eines neuen politischen Bewusstseins in Polen.
So hingen auch während der Zeit des Widerstands am Eingangstor der Danziger Werft mit Blumen geschmückte Bilder der Mutter Gottes und des Papstes und auf dem Werftgelände wurden täglich Messen von Priestern gehalten. „Das Ende des Kalten Krieges wäre ohne die Solidarność und ohne Papst Johannes Paul II. so nicht denkbar gewesen”, ist Kastler überzeugt.
Grün oft näher als Gelb
22. Juli 2010
Kastler für Volksentscheide und schwarz-grüne Option
NÜRNBERG – „Der Nürnberger CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler bedauert den Rücktritt Ole von Beusts und hofft, dass die schwarz-grüne Koalition in Hamburg dennoch Bestand hat. „Für mich bleibt Schwarz-Grün eine Zukunftsoption“, so der Vizepräsident der Bioethik-Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament. Damit widerspricht Kastler dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich. „Wenn man sich die Koalition in Berlin so anschaut, kommt man schon ins Grübeln, ob die Gemeinsamkeiten mit der FDP denn wirklich so groß sind“, gibt Kastler zu bedenken. „Am liebsten ist mir natürlich CSU pur, aber in sozialen und ethischen Fragen sind mir die Grünen näher als die FDP. Im Europaparlament stimmen wir hier öfter gemeinsam ab, etwa auch bei Menschenrechtsfragen.“ Auch im kommunalen Bereich gebe es viele positive Beispiele, unter anderem in Kastlers mittelfränkischer Heimatstadt Schwabach bestehe eine sehr gut funktionierende Partnerschaft zwischen dem CSU-Oberbürgermeister und dem Grünen- Bürgermeister. Kastler hatte schon vor Jahren zusammen mit CSU- und Grünen-Politikern die sogenannte Hefe-Connection ins Leben gerufen.
Der Schwabacher Europaabgeordnete Martin Kastler stimmt in der Diskussion um Volksentscheide auf Bundesebene ausdrücklich der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth zu. „Auch ich bin der Meinung, mehr Partizipation würde der Demokratie gut tun. In Bayern haben wir gute Erfahrungen mit diesem Instrument gemacht. Und die CSU hat letztes Jahr beschlossen, auch auf europäischer Ebene in wichtigen Fragen das Volk abstimmen zu lassen“, so Kastler.
Ausgabe 9/2010 des “Straßburger Boten” erschienen
14. Juli 2010
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